Mühlen im Wind

Mühlen im Wind ist das ambitionierte Erstlingswerk der drei Schauspieler Janis Kuhnt, Tom Scherer und Johannes Hegemann, das im Rahmen des "Digital Cinema Workshop" des Filmhaus Bielefeld realisiert werden konnte.

"Ein junger Mann kehrt nach einer langen Reise in sein Heimatdorf zurück. Er findet sich an dem Ort wieder, von dem er einst floh. Des ständigen Widerstands gegen den unabänderlichen Lauf der Dinge müde, beschließt er nun, sich diesem einfach zu ergeben. Er will nichts mehr entscheiden, will sich nicht mehr wegbewegen und einfach alles geschehen lassen. Doch gerade da kommt der Wind der Veränderung über das Dorf, eine Idee wird geboren und alle Gewissheiten scheinen sich aufzulösen.

Ein junges Paar, das die Gunst der Stunde nutzen muss, bevor sie vorbei ist, bevor ihre Zeit abgelaufen ist.

Ein Bürgermeister, der bereit ist, zu handeln und alles zu verstehen, der aber gleichzeitig mit seinem Anspruch und seinem Amt überfordert ist. Ein Lehrer, der die Sinnhaftigkeit seines Tuns in Frage stellt und feststellt, dass ihm sowohl das Leben als auch die jungen Menschen, die er unterrichten soll, ein völliges Rätsel sind. Eine Metzgerin, die verzweifelt ist, weil nichts mehr so ist, wie sie es kannte."

Deutschland 2021; Buch und Regie: Johannes Hegemann, Janis Kuhnt, Tom Scherer; Darsteller:innen: Bruno Cathomas , Johannes Hegemann , Niklas Kohrt , Steffi Kühnert, Janis Kuhnt, Henriette Nagel, Julia Keiling, Alban Mondschein, Toini Ruhnke, Leon Schäfer, Tom Scherer, Carmen Witt, Helmut Zhuber und die Band „Braindead Dogs“ aus Bielefeld.

 

Regiekommentar:

Wir wollen von der ewigen, zutiefst menschlichen Suche nach dem Glu¨ck und dem Sinn im Leben erzählen. Dabei war es uns wichtig, verschiedene Figuren und Situationen zu zeichnen, die auf ihre eigene Art mit dieser Sinnsuche und dem Veränderungswunsch umgehen.

Es geht uns darum, dieses dem Menschen immanente, stetige um sich selbst Kreisen und Reflektieren seiner Existenz zu beschreiben und ad absurdum zu fu¨hren. Hierfu¨r schaffen wir einen Kosmos, der provinzielle Alltäglichkeit mit einer gewissen Mystik und Seltsamkeit vereint.

Vom Theater kommend, interessiert uns eine Konstellation aus theatralen Mitteln, wie der direkten Ansprache ans Publikum, dem inneren Monolog und einer sprunghaften Dramaturgie, gepaart mit einer nur im Film realisierbaren, feinen und intimen Bild- und Erzählsprache.

Janis Kuhnt und Tom Scherer arbeiten an den städtischen Bühnen in Bielefeld, Johannes Hegemann hat sein Engagement am Thalia Theater in Hamburg. Diese Drei konnten einen beeindruckenden Cast an Kolleg*innen für diesen Film gewinnen:

Erik Born, Bruno Cathomas, Julia Keiling, Niklas Kohrt, Steffi Kühnert, Henriette Nagel, Alban Mondschein, Toini Ruhnke, Leon Schäfer, Carmen Witt, Helmut Zhuber und die Band „Braindead Dogs“ aus Bielefeld. Gedreht wurde an 10Tagen im Juli 2021 in Babenhausen, Schröttinghausen, Steinhagen, Häger, Dornberg und Theesen.

Im Anschluss an den Film ist auch das 8minütige MakingOf zum Projekt von Momo Fellmer zu sehen. Er hat die Dreharbeiten und den Workshopverlauf begleitet, wir hören Interviews mit Workshopleitung und Regie.

Wir bedanken uns bei vielen Unterstützer+innen und Helfer*innen und natürlich beim Digital-Cinema Workshopteam unter der Leitung von Lena Westermann und Krischan Rudolph.

Das Projekt wurde vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur NRW und den Theater- und Konzertfreunden Bielefeld gefördert.

 

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AB 18 JAHREN / 62 MINUTEN