Nach dem Brand

Eintritt frei

Kino mit Gästen - Zeitzeugengespräch mit Ibrahim Arslan

Kooperationsveranstaltung: Gegen Vergessern Für Demokratie e.V., Bündnis Islamischer Gemeinden e.V., Mobile

Beratung gegen Rechtsextremismus OWL

 

 

Am 23. November 1992 legen Neonazis in Mölln einen Brand im Haus der türkeistämmigen Familie Arslan. Der siebenjährige Ibrahim überlebt den Brandanschlag, bei dem drei Familienmitglieder sterben: seine Schwester, seine Oma und seine Cousine. 15 Jahre später, kurz vor der Haftentlassung der Täter, beginnen die Dreharbeiten. Die Regisseurin Malou Berlin begleitet die Familie Arslan vier Jahre bei dem Versuch, mit der Trauer und dem Trauma umzugehen. Sie zeigt auf behutsame Weise, in welchem Spannungsfeld sie sich bewegen: zwischen den traumatischen Folgen des Anschlags und dem Wunsch nach einer unbekümmerten Gegenwart.

Trotz des Zuspruchs von Verwandten, Nachbar*innen und Freund*innen gibt es für die Familie Arslan keinen normalen Alltag mehr. Der Film lässt uns an ihrem Alltag teilhaben und damit auch an der Auseinandersetzung über ihre persönliche und zugleich politische Geschichte.

Nach dem Brand ist das eindrückliche Porträt einer Familie, die zwei Jahrzehnte nach dem Brandanschlag noch immer mit den Folgen der erlebten Gewalt und der Sinnlosigkeit ihres Verlustes ringt.

 

 

Anschließend wird es eine Diskussion mit Ibrahim Arslan geben.

 

 

Dokumentarfilm * Deutschland * Regie: Malou Berlin; * Drehbuch: Malou Berlin;

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AB 0 JAHREN / 50 MINUTEN