Kino mit Gästen - Einsamkeit und Sex und Mitleid

Mit seinem „Tatort - Kassensturz“ wurde Lars Montag für den Deutschen Fernsehpreis nominiert, seine beiden „Kluftinger“-Krimis ernteten reichlich Lob. Nun also das Kino-Debüt, die Verfilmung des bitterbösen Bestsellers von Helmut Krausser. Der Coup gelingt: Das Episoden-Drama über die Liebe in neurotischen Zeiten erweist sich als clever konstruiert, mit visuellem Einfallsreichtum inszeniert sowie einem schillernden Figurenkarussell, das ein hochkarätiges Ensemble mit spürbarer Spielfreude zum Besten gibt. Umwerfend komisch, unheimlich traurig: Ein funkelnder Diamant des Arthaus-Kinos - zugleich ein flammendes Plädoyer für die dramatisch bedrohte Gourmet-Kultur der Wurstabschnitte.

Am Freitag dem 5. Mai um 20.30 Uhr werden Regisseur Lars Montag und Hauptdarsteller Rainer Bock den Film persönlich vorstellen.

 

 

(*) Tragikomödie * Deutschland * Regie: Lars Montag; * Drehbuch: ;

(*) Darsteller: Jan Henrik Stahlberg, Friederike Kempter, Rainer Bock;

Einsamkeit und Sex und Mitleid ist eine provokante Komödie über die Schwierigkeiten, eine glückliche Beziehung zu leben. Ein Schuhdiebstahl im ICE bildet den Auftakt eines wilden Kaleidoskops von Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichsten Großstadtmenschen, die in diesem Film lustvoll wie in einem Spinnennetz zappeln.

AB 16 JAHREN / 119 MINUTEN