Denk ich an Deutschland in der Nacht

Regie: Romuald Karmakar

Es haben sich bereits diverse Dokumentarfilme daran versucht, die Magie einer langen Clubnacht einzufangen geglückt ist das nicht immer. Zu abstrakt scheint die transzendentale Kraft zu sein, die Menschen unterschiedlichster Couleur für einige Stunden zu einer eingeschworenen Wertegemeinschaft werden lässt. Der Filmemacher Romuald Karmakar hat indes schon mehrfach bewiesen, dass er sich diesem Thema auf eine clevere Art und Weise zu nähern weiß. Nach »196BPM«, »Between The Devil And The Wide Blue Sea« und »Villalobos« ist »Denk ich an Deutschland in der Nacht« bereits sein vierter Film, der sich mit elektronischer Musik und der entsprechenden Kultur auseinandersetzt.

 

 

"Mit Roman Flügel, Sonja Moonear, Ata, David Moufang und einmal mehr Ricardo Villalobos hat Karmakar ein denkbar spannendes Ensemble für seinen neuen Film gefunden. ProtagonistInnen, die sich nicht nur künstlerisch und historisch gut ergänzen, sondern auch interessante Perspektivwechsel erlauben." Intro

Fünf DJs/Musiker bei der Arbeit im Studio, im Club, auf der Bühne. Außerdem: Persönliche Reflektionen über ihren Werdegang und die weite Welt der elektronischen Musik. Dazwischen: Bilder von leeren Clubs im Tageslicht, von vollen Tanzflächen in der Nacht, von den Umgebungen der Studios, in denen die Musik entsteht, die die Nacht zum Tag macht. Das sind die Elemente, aus denen "Denk ich an Deutschland in der Nacht" besteht.

Hier einige Pressestimmen zum Film:

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„Die Clubkultur soll durch die Bilder, den Sound und die Protagonisten erklärt werden und das ist unheimlich gut gelungen Das Poetische, unglaublich Religiöse, Spirituelle des Techno, das haben die Protagonisten toll reflektiert“.

Oliver Schwesig - Deutschlandradio Kultur

 

 

„In Romuald Karmakars DENK ICH AN DEUTSCHLAND sorgen erst wenig bewegte, ultratriftige Einstellungen zwar für den Eindruck von einer höheren piktoralen Ordnung, doch nicht nur die Musik arbeitet dem entgegen. Die Protagonisten-innen des Films, DJs/ Musiker_innen, sind so gewinnend, dass es in und unter der Ordnung brodelt Einige Analysen sind so inspirierend, wie sie ganz selbstverständlich daherkommen.“ Diedrich Diederichsen - taz

 

 

„Für die Macher von Techno, House und Co stecken hinter den Beats Philosophie und Spiritualität. Wer Elektro-Musiker verstehen will, darf sich diese beiden Berlinale-Dokus nicht entgehen lassen.“

Anne Kohlick – RBB Berlinale-Studio

 

 

„Karmakar certainly knows his subject well When I think of Germany at Night is less of a primer on techno than an appreciation of some of its brightest talents.” Jordan Mintzer - Hollywood Reporter

 

 

“kraftvoll-präzise Überhaupt ist neben den tollen Bildern das Aufregende an dem Film, wie skrupulös die Agenten des elektron-ischen Zeitalters reden, wie präzise die Metaphern sind Kubrick, Kosmologie und Schöpfungsgeschichte.“ Matthias Dell - Der Freitag

 

 

„Der Kameramann von Tom Tykwer kadriert meisterhaft Dieser trotz seines Themas nur teildiegetisch vertonte Dokumentarfilm hätte einen Platz im Wettbewerb verdient.“ Andreas Platthaus – FAZ

 

 

„Es gehört vermutlich zu den größten Missverständnissen der jüngeren Musikgeschichte, dass Techno leicht zu verstehen sei Romuald Karmakars schöner Dokumentarfilm gibt einen guten Eindruck von der Komplexität des Sujets.“ Critic.de

 

 

„‚Die Wertegemeinschaft einer Party ist eine sehr niedrige Werte-gemeinschaft‘, sagt Ricardo Villalobos. Was er damit meint: Die Mittel der Musik werden so minimal gehalten, dass sich niemand davon ausgeschlossen fühlt Karmakar lässt es wirken in Wim-Wenders-haften Bildern, seine Kamera steht da und lässt einen allein mit der Musik und den Tänzern, vielleicht tanzt er mit.“ Michael Pilz – Die Welt

 

 

„wunderbar entschleunigte Reflexionsebene ... Bei Karmakar erscheinen die Musiker auch als Denker ... ein Film voller Humor und kluger Gedanken.“ RBB Kulturradio

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